01
01
01
01
16/03/2014

Unsere Zeit auf Schloss Röhrsdorf – Plumes


Gastblogger Veronica Charnles (Plumes)

Es war ein nebliger Samstagabend, als wir (Geof, Eveline, Karl und ich) am Schloss Röhrsdorf ankamen. Zuvor flogen wir von Paris nach Berlin um dort bei Les Harpes Camac eine Harfe auszuleihen. Wir waren müde, vor allem weil wir nach unsrer Zeit in Paris eine Harfe durch die Metro tragen mussten und uns im Berliner Verkehr an die Gangschaltung gewöhnen mussten. Ich hatte noch nicht ganz begriffen, dass wir für ein paar Wochen auf Schloss Röhrsdorf wohnen würden, um ein Album aufzunehmen – wie surreal! Wir hatten schnell entschieden wer welches Schlafzimmer nimmt hier in dieser makellos sauberen und wunderschön dekorierten Wohnung in der wir es uns häuslich einrichteten – weg von zu Hause.

Die nächsten Tage zeigte uns Arno das große, sonnige Studio welches einen herrlichen Blick auf das Dorf und die Obstplantagen bietet. Wir fingen an zu arbeiten, bauten unsere Instrumente auf und testeten Schlagzeug und Synthesizer im Studio.
Die nächsten fünf Tage fokusierten wir uns auf die Guide-Tracks und stellten sicher, dass wir Karls Schlagzeug-Parts und Evelines Harfen-Parts fertig bekamen.

Am Freitag hatten wir ein Konzert in der Schlossbar, welches sich als eines meiner Lieblingskonzerte herausstellte. Arno machte einen großartigen Job beim Sound. Viele unserer Lieder waren neu – Eveline und ich konnten uns nicht zurückhalten zu tanzen.
Montags kam Nora (unser deutscher Import aus Lübeck) dazu um im Studio Klarinette einzuspielen.

Nach einer hektischen Zeit war sie froh darüber mal etwas ausspannen zu können, so machten wir einen Spaziergang durch die Apfelplantagen, entspannten auf dem Sofa, lasen Liebesromane und tranken Bier während die anderen ihre Arbeit im Studio beendeten. Eveline musste am nächsten Tag nach Montreal zurückfliegen und Nora fing an im Studio Klarinette einzuspielen.

Es war zauberhaft zu hören wie die Klarinettenstimmen zu unseren bisherigen Aufnahmen hinzukamen. Nora war toll –  mir war bisher nicht bewusst, dass eine Klarinette so hoch spielen kann wie Nora es manchmal tat.

Einen Tag später kamen Todd (unser kanadischer Freund und Noras Partner) und Pemi (aus Montreal) dazu. Die beiden kamen um zusätzliche Percussions und Bratsche einzuspielen. Nora musste wieder gehen, so war ich jetzt also alleine mit den Jungs.

Die Atmosphäre bekam mehr Party-Gefühl (das Bier verschwand schneller) und vom Metzger gegenüber wurde mehr Fleisch gekauft. Wir ergänzten einige Gitarren-, Gesangs und Synthesizerspuren und hätten ewig so weitermachen können (im Studio meint man manchmal es geht für immer so weiter), doch unsere Zeit neigte sich dem Ende.

Ich liebe das Ost-Deutsche Mikrofon aus den Sechzigern, das wir für meine Stimmaufnahmen ausgesucht haben! Es erlaubte mir sehr nahe am Mikrofon zu singen und trotzdem einen vollen Sound zu bekommen. Ich habe noch nie mit Mikrofon wie diesem gearbeitet.

Unsere Zeit im Studio war intensiv und kreativ und wir sind so dankbar für dieses Erlebnis!
Zurückblickend fühlt es sich noch immer surreal an.
Wir sind Arno sehr dankbar für seiner Kompetenz, seinem Wissen und Großzügigkeit. Dank ihm verlief unsere Studiozeit so reibungslos. (Und ich möchte ihm dafür danken, dass er mein Verzerrer repariert hat. Es zeigte sich, dass er ein Meister im reparieren kaputter, elektronischer Geräte ist und soweit ich sehen kann alle elektronischen Geräte reparieren kann!).

Vielen Dank auch an Sanne die uns Nachmittages mit Kaffee und Cookies versorgt und damit dafür sorgte, dass wir weiter machen konnten. Diese Aufnahmesessions erfordern viel Durchhaltevermögen.
Auf Wiedersehen Schloss Röhrsdorf! Wir hoffen bald wieder zu kommen! Für uns geht es jetzt weiter in ein anderes Abenteuer …

 

percussion two fiddles plumes saxvernoical on guitar sax big  plumes

Hinterlasse einen Kommentar zu diesem Beitrag (0 Comments)

Veranstaltungen


Previous Events


Blog Einträge


Blog Archiv